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Augen-Simulator

Simulator - Indirekte Ophthalmoskopie

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Stressfrei augenspiegeln - Simulator optimiert den Lernprozess

(Uni-Bonn-TV)

Anleitung zur indirekten Ophthamoskopie mit praktischen Übungen am Simulator
Während der Vorlesungszeit mittwochs: 16:00 bis 17:30 Uhr, Raum 242, Gebäude 303
PD Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg, Dr. med. Christian Brinkmann, Dr. med. Monika Fleckenstein

Bei Rückfragen außerhalb der Kurszeiten:

Herr Petrus Chang
GRADE Reading Center Bonn
Universitäts-Augenklink Bonn
Ernst-Abbe-Str. 2
53127 Bonn
Tel: 0228 2871 4813
petrus.chang@ukb.uni-bonn.de

Hintergrund

Der Augenspiegel (Ophthalmoskop) dient dem Augenarzt zur Beurteilung von krankhaften Veränderungen am Augenhintergrund, wie z.B. der Diagnose von Makuladegeneration und Netzhautablösung. Von Herrmann von Helmholtz Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt, ist er bis heute fester Bestandteil der augenärztlichen Untersuchung. Allerdings muss das Augenspiegeln erlernt werden - von ersten Einblicken auf die lebendige Netzhaut bis zur selbstständigen Diagnosestellung ist es oft ein langer Weg. Angehende Mediziner müssen sich die Technik des Augenspiegelns erst mühsam aneignen und diagnostisches Wissen erwerben.

Die Universitäts-Augenklinik Bonn bindet als eine der ersten Kliniken weltweit den neuartigen Trainingssimulator "EyeSi Indirect" zum Augenspiegeln in die Lehre ein. Ohne reale Patienten zu belasten, kann hiermit der Umgang mit dem sog. binokularen indirekten Ophthalmoskopie geübt werden. Ähnlich wie Piloten im Flugsimulator können Mediziner sich darüber hinaus zahlreiche Netzhauterkrankungen darstellen lassen und zum Beispiel testen, ob sie einen Augentumor von normalen Befunden abgrenzen können.

Aufbau und Handhabung des Simulators entsprechen genau der eines realen Ophthalmoskops: Der Simulator besteht aus einer Videobrille, die auf dem Kopf getragen wird, einem Patientenmodellkopf, zwei frei beweglichen Lupen und einem PC. Durch die Videobrille sieht der Benutzer die reale Szene mit seiner Hand und der Lupe.

Die Datenbank des Trainingssystems enthält eine breite Auswahl klinisch relevanter Pathologien, inklusive Anamnese und Differentialdiagnosen. Krankheitsbilder, Diagnose- und Therapiewege wurden systematisch für die medizinische Ausbildung aufbereitet. Das computer-basierte Trainingssystem evaluiert sowohl die Effizienz der Untersuchung als auch die Erhebung der Befunde und die Diagnosestellung.

Das Erlernte kann das für das spätere Untersuchen an Patienten direkt angewendet werden. Auch außerhalb der Kurszeiten steht der Simulator für interessierte Studierenden zur Verfügung.

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